Gesetzliche Regelungen zur Umsatzsteuer im Jahre 2013

Immer dann, wenn es im inländischen Wirtschaftsverkehr zum Austausch von Dienstleistungen und Waren kommt, wird regelmäßig Umsatzsteuer fällig. Die Umsatzsteuer ist eine Verbrauchssteuer, weil sie den Verbraucher in dem Moment belastet, in dem er konsumiert. Alle Wirtschaftsgüter unterliegen einem festgelegten Prozentsatz, Mehrwertsteuer und Vorsteuer gelten innerhalb von Unternehmen als durchlaufender Posten. Im Regelfall sind Unternehmer aufgrund gesetzlicher Vorgaben verpflichtet, die Vorsteuer, also sie Umsatzsteuer und die Mehrwertsteuer miteinander zu verrechnen. Ein wichtiger Begriff im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer ist die sogenannte Umsatzsteuervoranmeldung. Damit werden die Ausgangsleistungen eines Betriebes oder eines Unternehmers an das Finanzamt übermittelt. Auch im Jahr 2013 enthält die Umsatzsteuervoranmeldung, wie schon in den Vorjahren, die Vorsteuer für bezogene Eingangsleistungen. Die Höhe der Umsatzsteuer im Vorjahr ist entscheidend für den Zeitraum der Umsatzsteuervoranmeldung 2013. (Mehr zum Thema Umsatzsteuer, lesen Sie auch hier)

Der praktische Umgang von Unternehmen mit der Umsatzsteuer 2013

Die Umsatzsteuervoranmeldung hat unterjährig zu erfolgen. Die ist geregelt im Umsatzsteuergesetz, nachdem eine Meldung jeweils bis zum Zehnten eines Monats an das Finanzamt dann zu erfolgen hat, wenn die Vorjahressteuer größer als 7500 Euro war. Eine quartalsweise Umsatzsteuervoranmeldung kann im Jahre 2013 dann erfolgen, wenn die Steuer im Vorjahr geringer als 7500 Euro gewesen ist. Bei steuerlichen Beträgen von unter 1000 Euro im Vorjahr erfolgt vonseiten des Finanzamtes eine Befreiung zur Abgabepflicht einer Umsatzsteuervoranmeldung. Für die Umsatzsteuervoranmeldung stellt das Finanzministerium den Vordruck USt 1A zur Verfügung. Bereits ab dem Jahr 2011 kann die Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt nur noch elektronisch über das sogenannte ELSTER-Programm erfolgen. Steuerfreie Umsätze werden in den Formularen der Umsatzsteuervoranmeldung 2013 in den Zeilen 21 bis 25 eingetragen. Eingetragene Umsätze aus sogenannten innergemeinschaftlichen Lieferungen sind sowohl gegenüber dem Statistischen Bundesamt als auch dem Bundeszentralamt für Steuern meldepflichtig.

Die Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht

Als Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer 2013 gilt ein Regelsteuersatz von 19 Prozent, ermäßigt von 7 Prozent. Bei Lieferungen und innergemeinschaftlichem Erwerb ist auch die EU-Richtlinie 2007/112/EG zu beachten. Aufgrund des freien Binnenmarktes spielt die Umsatzsteuer auch innerhalb des Warenaustausches in der EU eine immer größere Rolle. Bestimmte Berufsgruppen sind auch in 2013 von der Umsatzsteuer befreit. Dazu gehören insbesondere Freiberufler wie Ärzte, aber auch Institutionen wie Krankenhäuser oder Versicherungsunternehmen. Unter die Befreiung von der Umsatzsteuer fallen auch eine Reihe von anderen Umsätzen, beispielsweise Bankdienstleistungen, Mieten oder die Mehrwertsteuer. Wenn Kleinunternehmer gewisse Bedingungen erfüllen, so sind auch sie 2013 von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Im vorangegangenen Kalenderjahr durfte der Umsatz allerdings ein Volumen von 17.500 Euro nicht übersteigen.